Rüttenscheid

Ortstafel Rüttenscheid

Die längste Straße ist die Alfredstraße (2,29 km), am steilsten ist die Theresenstraße (6,6 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Wiedfeldtstraße (131 m ü. NHN).

Rüttenscheid liegt südlich der Essener Innenstadt und zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Stadtteilen der Stadt. Auf einer Fläche von rund 4,5 Quadratkilometern leben hier etwa 30.000 Menschen. Der Stadtteil grenzt unter anderem an Holsterhausen, das Südviertel, Bergerhausen, Huttrop, Stadtwald, Bredeney und die Margarethenhöhe. Geprägt wird Rüttenscheid von einer Mischung aus dichter Wohnbebauung, lebendigem Geschäftsleben und großzügigen Grünflächen.

Das Herzstück bildet die Rüttenscheider Straße, eine belebte Einkaufs- und Ausgehmeile mit rund einhundert Cafés, Kneipen, Restaurants und Einzelhandelsgeschäften. Zugleich ist der Stadtteil ein wichtiger Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort mit Einrichtungen wie dem Polizeipräsidium, dem Justizzentrum, der E.ON-Zentrale sowie den Stadtwerken Essen und der Ruhrbahn. Für Erholung sorgen der weitläufige Grugapark mit dem Grugabad und dem Schwimmzentrum. Zu den bekannten Anziehungspunkten gehören außerdem die Messe Essen, die Grugahalle und das Alfried Krupp Krankenhaus. Sehenswert sind auch die Siechenkapelle aus dem 15. Jahrhundert und die St.-Andreas-Kirche von 1957.

Namensherkunft

Der Name geht auf die mittelalterliche Form „Rudenscethe" beziehungsweise „Riudenscethe" zurück und leitet sich vermutlich vom Wort „hriudi" für Riedgras ab, dessen Beseitigung bei der Rodung die Besiedlung ermöglichte; die Endung „-scheid" verweist auf eine aus Waldbesitz herausgelöste Landabteilung.

Geschichte

Rüttenscheid wurde im Jahr 970 erstmals urkundlich erwähnt, damals als „Rudenscethe". Über Jahrhunderte blieb der Ort ein ländlich geprägtes Bauerndorf und entwickelte sich erst ab etwa 1850 zunehmend zur städtischen Wohngegend. Eine bergbauliche Bedeutung hatte vor allem die 1772 gegründete Zeche Langenbrahm, die als einzige Grube des Stadtteils bis 1966 betrieben wurde. 1895 erhielten die Straßen ein systematisches Benennungsschema, bei dem die Straßen westlich der Hauptachse alphabetisch geordnete Frauennamen und die östlichen Männernamen trugen. Am 21. Juni 1905 wurde Rüttenscheid nach Essen eingemeindet. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs erfolgte ein umfangreicher Wiederaufbau. 1948 wurde die Margarethenhöhe als eigener Stadtteil abgetrennt.

Quellen: Essen-Rüttenscheid – Wikipedia

30.099
Einwohner
4,49 km²
Fläche
6.704 /km²
Bevölkerungsdichte
II (2)
Stadtbezirk
45130, 45131, 45133, 45136
PLZ
1905
Eingemeindung
150
Straßen
51,9 kmStraßennetz
Gesamtlänge
80
POIs
17,8 /km²
POI-Dichte
84–131 müber NHN
Höhenlage